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Die Einsatzeinheit NRW im Katastrophenschutz

Ansprechpartner

Sebastian Dülfer
Kreisrotkreuzleiter
sebastian.duelfer(at)DRK-ge.de

Michael Zapka
Rotkreuzbeauftragter
Michael.Zapka(at)DRK-ge.de

Martin Buhlmann
Katastrophenschutz Sachbearbeiter
Tel.: 0209 9 83 83 -23
Fax: 0209 9 83 83 -55

DRK-Kreisverband
Gelsenkirchen e.V.

Im Sundern 15
45881 Gelsenkirchen

Busunfall auf der A2... Sturm Kyrill, Fußballweltmeisterschaft... Weltjugendtag... Bombenentschärfung... Schneekatastrophe im Münsterland...

Viele dieser "kleinen und großen" Einsätze haben die Notwendigkeit gezeigt, sich für den "Fall der Fälle" personell und materiell optimal vorzubereiten und sich in den Katastrophenschutz einzubringen!

Das DRK Gelsenkirchen beteiligt sich an der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr mit zwei strukturierten DRK-Einsatzeinheiten und ist in das Alarmierungskonzept der Stadt Gelsenkirchen eingebunden.

Darüber hinaus stellen wir als Nationale Hilfsgesellschaft unser gesamtes Potenzial im Rahmen des komplexen Hilfeleistungssystems zur Verfügung. Eine vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dem THW, den Behörden und den anderen Hilfsorganisationen ist das "Erfolgsrezept" für den Katastrophenschutz in Gelsenkirchen.

Sie wollen mitmachen? Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, sich als ehrenamtliches Mitglied am Katastrophenschutz zu beteiligen und sich durch Übung und Ausbildung in den Bereichen "Sanitätsdienst", "Betreuungsdienst" und "Technik & Sicherheit" schulen zu lassen!

Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung.

Was ist eine Einsatzeinheit?

Durch die multifunktionale Struktur der Einsatzeinheit mit ihrer Ausstattung und der Ausbildung des Personals ist das DRK jederzeit in der Lage, den Rettungsdienst bei der Versorgung von Verletzten und Kranken wirkungsvoll zu unterstützen, zu ergänzen und ggf. abzulösen. Die von einem Schadensereignis betroffenen, aber unverletzten Menschen werden betreut und versorgt. Je nach Schadenlage unterstützen sich die Sanitäts- und Betreuungsgruppe gegenseitig bei der Aufgabenerfüllung.

Da der Rettungsdienst prinzipiell (entsprechend der DIN) für den individuellen Notfall ausgestattet ist, reicht die Ausstattung eines RTW oder KTW in der Regel nur für die Versorgung eines Notfallpatienten aus. Insbesondere mangelt es bei einem Massenanfall von Verletzten an Material, wie Tragen, Decken, Infusionen, Medikamenten, Ruhigstellungsmaterial und Sauerstoff. Außerdem verfügt der Rettungsdienst über keinerlei Möglichkeiten, bei schlechter Witterung z.B. einen überdachten Verbandplatz (Zelt) oder bei Dunkelheit Beleuchtung zu schaffen. Die Einsatzeinheit schließt diese Versorgungslücke.

Stärke 2 / 10 / 21 / 33

Führungstrupp

Der Führungstrupp (Zugtrupp) führt die DRK-Einsatzeinheit sowohl bei Sanitäts-, als auch bei Betreuungseinsätzen. Dem Führungstrupp gehören neben dem Zugführer (ZF) und seinem Stellvertreter (stv. ZF) zwei Führungshelfer für den Bereich der Kommunikation (Sprechfunk usw.) an. Zugführer und stellvertretender Zugführer sollten unterschiedliche Fachdienstausbildung haben (z.B. Zugführer Betreuungsdienst, stv. Zugführer Sanitätsdienst)

Taktische Stärke 1 / 1 / 2 / 4

Sanitätsgruppe

Die Personalstärke und die Ausstattung der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit ist für die Versorgung von 20 Verletzten ausgelegt. In Zusammenarbeit mit einem Notarzt des Rettungsdienstes, zwei RTW- und einer KTW-Besatzung versorgen, der Arzt und die neun Helfer der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit:

  • 2 - 3 schwerverletzte Personen (Behandlungspriorität mit anschließender Transportpriorität, u.a. Infusions- und Intubationstherapie) und
  • 4 - 5 mittelschwer verletzte Personen (Behandlungspriorität aber keine Transportpriorität) und
  • 12 leichtverletzte Personen (keine Behandlungs- und Transportpriorität)


  • Arzttrupp mit Gerätewagen Sanitätsdienst (GW-San) 
  • Transporttrupp I mit Notfallkrankenwagen (KTW-B)
  • Transporttrupp II mit Krankentransportwagen (KTW)

Taktische Stärke 1 / 4 / 5 / 10

Betreuungsgruppe

Die Betreuungsgruppe ist so ausgelegt, dass durch sie allein ca. 100 betreuungsbedürftige Personen versorgt und betreut werden können.

Sind aufgrund des Schadensereignisses und der Situation an der Einsatzstelle überwiegend Betreuungsaufgaben zu erfüllen, werden diese von der gesamten Einsatzeinheit durchgeführt. Die gesamte Einsatzeinheit kann bis zu 500 Personen, je nach notwendiger Betreuungsintensität, unterbringen, verpflegen und sozial betreuen.

  • Trupp soziale Betreuung 
  • Trupp Unterkunft 
  • Verpflegungstrupp 

Stärke 0 / 4 / 11 / 15

Trupp Technik Sicherheit

Die Gruppe Technik und Sicherheit gewährleistet die technische Unterstützung der Sanitätsdienst- und Betreuungsgruppen und übernimmt die sicherheitstechnische Absicherung der gesamten Einheit im Einsatz ggf. in Abstimmung mit anderen Organisationen, z.B. Feuerwehr oder Technisches Hilfswerk (THW).

Stärke 0 / 1 / 3 / 4

SEG - Schnell Einsatz Gruppe

Nicht immer ist eine komplette Einsatzeinheit nötig. Die Sanitäts- oder Betreuungsgruppe kann daher auch gesondert eingesetzt werden. Zusammen mit Führungstrupp und dem Trupp Technik und Sicherheit bilden sie so die SEG-Betreuungsdienst oder SEG-Sanitätsdienst.

Diese Gruppen unterstützen Feuerwehr und Rettungsdienst bei größeren Schadensfällen und bei einem Massenanfall von Verletzten, Kranken oder Betroffenen und schließen dabei die Lücke zum Katastrophenschutz. Die Notwendigkeit ergab sich aus der Struktur des Rettungsdienstes. Der Rettungsdienst ist primär auf Individualnotfälle ausgerichtet, bei größeren Schadensfällen ist bis in die frühen 90ziger Jahre oftmals eine Versorgungslücke aufgetreten, da Einheiten des Katastrophenschutzes für die Ad-hoc-Unterstützung zu groß und träge waren. Ab ca. 1988 wurden in Deutschland daher oftmals aus den Katastrophenschutzverbänden kleine flexible Einheiten gebildet, welche in der Lage sind, bei Tag und Nacht schnell und effektiv zu unterstützen.